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<journal-title>Journal of Glass Studies</journal-title>
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<article-title>Glassteine mit blauen Einschl&#252;ssen: Zu einem besonderen Typ mittelalterlicher Glassteine und anderen gl&#228;sernen &#8222;Edelsteinen&#8220;</article-title>
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<email>ingeborg.krueger@t-online.de</email>
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<license-p>This is an open-access article distributed under the terms of the Attribution-NonCommercial-Noderivatives 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0), which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any noncommercial medium, provided the original author and source are credited. Modified material may not be distributed. See <uri xlink:href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/">https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/</uri>.</license-p>
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<p>The numerous glass stones coexisting with precious or semi-precious stones on many medieval objects have been mostly neglected by scholars to date. Often they are difficult to distinguish from natural stones, and if their material is recognized as glass, they are regarded as cheap substitutes (or even fakes) and suspected to be added some time later. But there is a special type of glass gems which are without a doubt medieval: those made of colorless glass with blue inclusions. Such glass stones were probably made somewhere in the northwest of present-day Germany because they are found almost exclusively on objects made in those regions during the eleventh through thirteenth centuries. So, the blue-spotted gems are key pieces for our understanding of at least some aspects of the production and use of medieval glass stones.</p>
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<p>Schmucksteine aus Glas sind an zahllosen mittelalterlichen Objekten zu finden, sowohl an einfacheren kleinen Schmuckst&#252;cken aus unedlen Metallen und an Skulpturen als auch an kostbareren Schmuckgegenst&#228;nden und vor allem an kirchlichen Objekten, bei diesen fast immer gemischt mit nat&#252;rlichen Edelsteinen. Es ist offensichtlich, dass ihre Wertigkeit unterschiedlich gesehen wurde. Einerseits konnten sie &#8222;falsche Edelsteine&#8220; sein, weniger kostspieliger Ersatz f&#252;r nat&#252;rliche Steine, oder solche darstellen (etwa als Besatz von Gewands&#228;umen von Skulpturen); andererseits konnten sie als gleichwertige Schmucksteine fungieren, so vor allem auf zahlreichen kirchlichen Objekten. In diesem Fall kam es nicht auf den materiellen Wert der &#8222;Steine&#8220; an, sondern auf ihre Farbe und Leuchtkraft.</p>
<p>In der Forschung haben mittelalterliche Glassteine bisher wenig Beachtung gefunden, so dass unsere Kenntnisse zu den verschiedenen Aspekten dieser Objektgruppe &#228;u&#223;erst l&#252;ckenhaft sind. Es fehlt sowohl an Interesse f&#252;r so nebens&#228;chliche Details als auch an Kenntnissen zum Material Glas bei Kunsthistorikern wie auch Gemmologen und Restauratoren. Dazu kommen die praktischen Schwierigkeiten, dass au&#223;er Restauratoren kaum jemand die M&#246;glichkeit hat, Schmucksteine au&#223;erhalb ihrer Fassung zu untersuchen oder auch nur nahe an kostbare Vitrinenobjekte heranzukommen. Im Folgenden soll nun versucht werden, zumindest einige Fakten zu liefern und auf offene Fragen hinzuweisen.</p>
<p>Bei Schmucksteinen auf mittelalterlichen Objekten (sofern es nicht einfache St&#252;cke aus unedlen Metallen sind) bestehen h&#228;ufig Zweifel, ob es sich um nat&#252;rliche oder gl&#228;serne Steine handelt und ob sie zum originalen Bestand geh&#246;ren oder Ersatz aus nachmittelalterlichen Zeiten sind. Diese Unsicherheiten entfallen bei einer besonderen Gruppe von Schmucksteinen, weil diese ganz offensichtlich aus Glas bestehen und sich (soweit ich gefunden habe) ausschlie&#223;lich auf mittelalterlichen kirchlichen Werken finden:<xref ref-type="fn" rid="n1">1</xref> Gemeint sind Schmucksteine aus meist farblosem Glas mit blauen Einschl&#252;ssen. Diese Gruppe bietet sich deshalb als Fallbeispiel an, um auf verschiedene Aspekte einzugehen.</p>
<p>Obgleich bis auf eine Ausnahme derartige Steine nur innerhalb ihrer Fassung zu beurteilen sind, lassen sich folgende Merkmale dieser Gruppe festhalten: Sie haben blaue Einschl&#252;sse in (fast immer) farblosem Glas.<xref ref-type="fn" rid="n2">2</xref> Diese erscheinen entweder als kleine Sprenkel oder &#8222;Kr&#252;mel&#8220;, als Flecken mit unscharfen Konturen oder &#8211; am auff&#228;lligsten &#8211; als Punkte, d. h. deutliche kleine runde Flecken. Die &#220;berg&#228;nge zwischen Flecken und Punkten sind flie&#223;end, offenbar spielt f&#252;r den optischen Eindruck manchmal eine Art Linsenwirkung durch die W&#246;lbung der Steine eine Rolle.</p>
<p>Wie die meisten mittelalterlichen Schmucksteine haben auch diejenigen mit blauen Einschl&#252;ssen Cabochon-Form, d. h. eine mehr oder weniger gew&#246;lbte Oberseite und mehr oder weniger flache Unterseite bei ovalem, rundem oder manchmal tropfenf&#246;rmigem Grundriss. Die Einschl&#252;sse, soweit zu erkennen, finden sich in unterschiedlicher H&#246;he: mal nahe unter der Oberfl&#228;che, mal tiefer im Inneren, mal unten &#8222;angeschmolzen&#8220; und noch leicht hervorragend.</p>
<sec>
<title>&#8222;Laufzeit&#8220;</title>
<p>Die &#8222;Laufzeit&#8220; dieser besonderen Gruppe gl&#228;serner Schmucksteine scheint im Wesentlichen auf den Zeitraum vom fr&#252;hen 11. bis um die Mitte des 13. Jahrhunderts beschr&#228;nkt zu sein.<xref ref-type="fn" rid="n3">3</xref></p>
<p>Ein besonders fr&#252;hes Beispiel f&#252;r Glassteine mit blauen Einschl&#252;ssen ist m&#246;glicherweise ein Exemplar auf dem Vorderdeckel des &#8222;Ansfrid-Codex&#8220; in Utrecht, das bisher als Quarz gilt (im Feld unter dem rechten Kreuzarm).<xref ref-type="fn" rid="n4">4</xref> Bischof Ansfried von Utrecht (amtierte 995&#8211;1010) schenkte dem &#8222;Martinus&#8220;, d. h. dem diesem Heiligen gewidmeten Dom in Utrecht, diesen Codex, vermutlich nicht ohne einen kostbaren Einband (zu dessen Herstellungsort es keinerlei Anhaltspunkte gibt). Dieser Einband wurde sp&#228;ter mehrfach ver&#228;ndert (zuletzt um 1500), wobei aber ein gro&#223;er Teil des urspr&#252;nglichen Steinbesatzes wiederverwendet wurde, so vermutlich auch der Cabochon aus farblosem Glas mit verschwommen sichtbaren blauen Flecken ziemlich weit unten in der Glasmasse (unter zwei Bohrkan&#228;len, die nicht aufeinandertreffen).</p>
<p>Weitere fr&#252;he Beispiele von Glassteinen mit blauen Einschl&#252;ssen finden sich auf dem &#8222;Heinrichskreuz&#8220; aus dem Basler M&#252;nsterschatz, das wohl um 1020 geschaffen (und sp&#228;ter mehrfach ver&#228;ndert) wurde.<xref ref-type="fn" rid="n5">5</xref> Besonders auff&#228;llig ist dabei ein relativ flacher ovaler Cabochon auf dem linken Rand oberhalb der Vierung (<xref ref-type="fig" rid="F1">Abb. 1</xref>):<xref ref-type="fn" rid="n6">6</xref> In die farblose Glasmasse sind dort, ziemlich dicht unter der Oberfl&#228;che, zahlreiche unregelm&#228;&#223;ige &#8222;Kr&#252;mel&#8220; von blauem Glas eingeschmolzen. Mehrere kleinere &#8222;Steine&#8220; auf diesem Kreuz sind &#228;hnlich gemustert.</p>
<fig id="F1">
<label>ABB. 1</label>
<caption>
<p>Heinrichskreuz aus dem Basler M&#252;nsterschatz, Deutschland, um 1020. Detail vom linken Rand oberhalb der Vierung. Berlin, Kunstgewerbemuseum, Inv. Nr. 1917, 79. (Foto: &#169; Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Wibke Bornkessel)</p>
</caption>
<alt-text>Detail of the arm of an ornate gold cross decorated with small, round blue, red, and purple cabochons and pearls surrounded by filigree, and a small cross flanked by angels under a crystal at the center</alt-text>
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</fig>
<p>An einigen der ottonischen Goldschmiedewerke in der Schatzkammer des Essener Doms erscheinen blaue Einschl&#252;sse in farblosen Glassteinen entweder als winzige Sprenkel, z. B. bei einem Exemplar unten am &#8222;Theophanu-Kreuz&#8220; (um 1040/45) (<xref ref-type="fig" rid="F2">Abb. 2</xref>),<xref ref-type="fn" rid="n7">7</xref> oder als gr&#246;&#223;ere verschwommene Flecken, so z. B. bei zwei kleinen Cabochons oberhalb der Vierung desselben Kreuzes, bei mehreren Steinen auf dem &#8222;Kreuznagelreliquiar&#8220; (Emailseite)<xref ref-type="fn" rid="n8">8</xref>, eventuell auch auf dem Deckel des &#8222;Theophanu-Evangeliars&#8220; (Mitte 11. Jahrhundert).<xref ref-type="fn" rid="n9">9</xref> Auch am &#8222;Kapitelkreuz&#8220; im Osnabr&#252;cker Domschatz (erste H&#228;lfte 11. Jahrhundert) gibt es am Kreuzstamm einen Stein mit winzigen blauen Sprenkeln (Stein Nr. 89) und einen weiteren mit blauen Flecken am rechten Kreuzarm (Stein Nr. 64).<xref ref-type="fn" rid="n10">10</xref></p>
<fig id="F2">
<label>ABB. 2</label>
<caption>
<p>Theophanukreuz, Essen?, um 1040/45. Detail vom unteren Ende des Kreuzstamms. Essen, Domschatzkammer, Inv. Nr. 6. (Foto: Christian Diehl, Dortmund)</p>
</caption>
<alt-text>Detail of an ornate gold cross with inset pearls and large, oval clear and blue-speckled clear pieces of glass surrounded by filigree, and two flat abstract vegetal panels of green, blue, white, red, and purple inlay</alt-text>
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</fig>
<p>Deutliche runde Punkte finden sich erstmals bei einem Cabochon auf dem linken Kreuzarm des &#8222;Borghorster Kreuzes&#8220; (Mitte 11. Jahrhundert) (<xref ref-type="fig" rid="F3">Abb. 3</xref>), neben anderen Glassteinen mit unregelm&#228;&#223;igen blauen Flecken an diesem Kreuz.<xref ref-type="fn" rid="n11">11</xref> Blaue Einschl&#252;sse in Form von Punkten werden dann an kirchlichen Objekten aus dem sp&#228;ten 11. und fr&#252;hen 12. Jahrhundert h&#228;ufiger. Ein besonders sch&#246;nes Beispiel ist der Stein in einem kleinen &#8222;Reliquienkreuz&#8220; in der Wyvern Collection (Westfalen?, um 1100) (<xref ref-type="fig" rid="F4">Abb. 4</xref>),<xref ref-type="fn" rid="n12">12</xref> dessen runde blaue Flecken die &#8222;Ausgangspunkte&#8220; f&#252;r meine Besch&#228;ftigung mit diesem Schmuckstein-Typ waren. Die Punkte sind hier besonders auff&#228;llig, da der Stein ungew&#246;hnlicherweise keinen Metallhintergrund hat, sondern in Durchsicht zu sehen ist. An den &#8222;Armreliquiaren&#8220; der hll. Crispinus und Crispianus im Osnabr&#252;cker Domschatz (Anfang 12. Jahrhundert)<xref ref-type="fn" rid="n13">13</xref> kommen eine ganze Reihe der Glassteine mit blauen Einschl&#252;ssen vor, so z. B. beim linken Arm auf der oberen Manschette einer aus ausnahmsweise blass violettem Glas, auf der mittleren einer mit blauen Flecken und auf der unteren einer mit deutlichen blauen Punkten (<xref ref-type="fig" rid="F5">Abb. 5</xref>). An einem weiteren Armreliquiar in Osnabr&#252;ck, dem wohl etwas j&#252;ngeren &#8222;Armreliquiar mit Kreuzpartikel&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n14">14</xref>, finden sich je ein Cabochon mit sehr kleinen blauen Sprenkeln und einer mit runden blauen Flecken (in der obersten Reihe der oberen Manschette) (<xref ref-type="fig" rid="F6">Abb. 6</xref>). Wichtig ist ein Stein mit blauen Punkten (<xref ref-type="fig" rid="F7">Abb. 7a, b</xref>) am &#8222;Schrein des hl. Godehard&#8220; in Hildesheim, der im Anschluss an seine Heiligsprechung 1131 und an die Grab&#246;ffnung 1132 geschaffen wurde.<xref ref-type="fn" rid="n15">15</xref> Der Schrein wurde im 16. Jahrhundert beraubt und seit dem sp&#228;teren 18. Jahrhundert mehrfach restauriert und ver&#228;ndert. Dank der Zugeh&#246;rigkeit zum Typ der Glassteine mit blauen Einschl&#252;ssen ist aber dieser Cabochon<xref ref-type="fn" rid="n16">16</xref> eindeutig mittelalterlich und war h&#246;chstwahrscheinlich Teil der urspr&#252;nglichen Ausstattung. Im Rahmen der j&#252;ngsten Untersuchungen des Schreins wurde der Stein mit den blauen Punkten ausgefasst und per R&#246;ntgenfluoreszenz analysiert (s. u.).<xref ref-type="fn" rid="n17">17</xref> Durch eine gl&#252;cklicherweise erhaltene Arbeitsaufnahme ist ausnahmsweise auch seine R&#252;ckseite dokumentiert. Obgleich leider wenig deutlich, l&#228;sst das Foto zumindest erkennen, dass die blauen Einschl&#252;sse in unterschiedlicher H&#246;he eingebettet sind und durch die Cabochonform erheblich verzerrt erscheinen (was von oben gesehen Punkte sind, erscheint von unten als verschwommene Flecken). In einem Fall scheint ein ein blaues &#8222;K&#252;gelchen&#8220; unten leicht hervorzuragen.<xref ref-type="fn" rid="n18">18</xref> Von oben ist auch nicht zu erkennen, dass der Stein teilweise durchbohrt wurde, wobei es vermutlich zu dem Ausbruch an einer Seite kam.<xref ref-type="fn" rid="n19">19</xref> Ebenfalls durchbohrt ist ein ovaler Glasstein auf dem Deckel des &#8222;Evangeliars mit kostbarem Bucheinband&#8220; in Braunschweig (au&#223;en auf dem rechten Rand, &#252;ber dem unteren Eckquadrat).<xref ref-type="fn" rid="n20">20</xref> Der Einband wie auch die Handschrift sind wohl im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts in &#8222;Niedersachsen (Braunschweig?)&#8220; entstanden. Bei diesem Stein liegen die blauen Einschl&#252;sse tats&#228;chlich ziemlich weit unten, unter dem Bohrloch, sie erscheinen hier nicht punktf&#246;rmig, sondern als unregelm&#228;&#223;ige Flecken. Ein deutliches Punktmuster hat dagegen ein derartiger Glasstein auf dem Prunkeinband des &#8222;Evangeliars Cod. 140&#8220; im Trierer Domschatz (<xref ref-type="fig" rid="F8">Abb. 8</xref>), das ebenfalls in die zweite H&#228;lfte (oder ins letzte Drittel) des 12. Jahrhunderts datiert wird.<xref ref-type="fn" rid="n21">21</xref> Urspr&#252;nglich stammt dieses Evangeliar aus St. Godehard in Hildesheim, nach Trier gelangte es erst 1823 als Geschenk des Paderborner und Hildesheimer Domkapitulars Graf Christoph von Kesselstatt. Bei diesem relativ hoch gew&#246;lbten Stein &#8222;schwimmen&#8220; die blauen Punkte ziemlich dicht unter der Oberfl&#228;che, die meisten sind kreisrund, einige leicht oval verzogen.</p>
<fig id="F3">
<label>ABB. 3</label>
<caption>
<p>Reliquienkreuz, Westfalen (Essen?), 1046/56. Detail vom linken Kreuzarm. Borghorst, St. Nikomedes. (Foto: Stefan Kube, Greven)</p>
</caption>
<alt-text>Center of a gold cross with filigree and low-relief saints on the left and right arms and above Christ on the cross flanked by two saints; in the center is a red relic under carved clear crystal; pearls and blue, blue-speckled, rose, amber, green, purple, and clear glass ovals and rounds line the edges</alt-text>
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</fig>
<fig id="F4">
<label>ABB. 4</label>
<caption>
<p>Reliquienkreuz, Westfalen, um 1100. H&#246;he 14 cm. Wyvern Collection, UK, Inv. Nr. 546. (Foto: Wyvern Collection)</p>
</caption>
<alt-text>Full view of gold cross with Christ, Latin inscriptions, a spike on the bottom, and above Christ an inset oval piece of blue-speckled white glass</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g4.jpg"/>
</fig>
<fig id="F5">
<label>ABB. 5</label>
<caption>
<p>Armreliquiar des hl. Crispinus, Westfalen, Anfang 12. Jahrhundert. Details. Osnabr&#252;ck Domschatz, Inv. Nr. 69. (Foto: Stefan Kube, Greven)</p>
</caption>
<alt-text>Silver-plated arm reliquary encircled by three gold bands, top and bottom wider than center one, with filigree and a square, round, and oval cabochons of green, blue, speckled-blue, pink, and red glass set in a regular pattern</alt-text>
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</fig>
<fig id="F6">
<label>ABB. 6</label>
<caption>
<p>Armreliquiar mit Kreuzpartikel, Westfalen, fr&#252;hes 12. Jahrhundert. Detail. Osnabr&#252;ck, Domschatz, Inv. Nr. 71. (Foto: Stefan Kube, Greven)</p>
</caption>
<alt-text>Detail of filigree and blue-specked, purple, and amber oval cabochons on a gold band around a silver-plated reliquary arm</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g6.jpg"/>
</fig>
<fig id="F7">
<label>ABB. 7</label>
<caption>
<p>Cabochon vom Godehardschrein im Dom zu Hildesheim, Hildesheim, um 1140. (a) Vorder- und (b) R&#252;ckseite. (Arbeitsaufnahmen: Lailah Helmich, Hildesheim)</p>
</caption>
<alt-text>Top of a single blue-speckled oval yellow glass cabochon and Bottom of a single blue-speckled oval yellow glass cabochon</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g7.jpg"/>
</fig>
<fig id="F8">
<label>ABB. 8</label>
<caption>
<p>Prunkeinband des Evangeliars Cod. 140, Hildesheim, zweite H&#228;lfte 12. Jahrhundert. Detail vom linken Rand. Trier, Domschatz, Inv. Nr. 69. (Foto: Markus Gro&#223;-Morgen)</p>
</caption>
<alt-text>Left side of a book cover with irregular and oval red, purple, green, clear, ruby, black, pearlized and blue-speckled silver cabochons surrounded by filigree and below a gold saint on a cobalt blue background</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g8.jpg"/>
</fig>
<p>Beim &#8222;Kreuz Heinrichs des L&#246;wen&#8220; aus der Stiftskirche zum Hl. Kreuz in Hildesheim (um 1180/1190)<xref ref-type="fn" rid="n22">22</xref> sitzt links oben auf dem Quadrat am Ende des linken Kreuzarms ein durchbohrter Glasstein, durch dessen klare Glasmasse die blauen Einschl&#252;sse (wohl in Form von K&#252;gelchen) gut zu erkennen sind (<xref ref-type="fig" rid="F9">Abb. 9</xref>). Zwar wurde das Kreuz im Laufe der Jahrhunderte mehrfach ver&#228;ndert, was unter anderem auch den Steinbesatz betraf, dieses Exemplar geh&#246;rt aber wieder ziemlich sicher zum urspr&#252;nglichen Bestand. Ebenfalls in Hildesheim wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts, nach der Erhebung der Gebeine des hl. Bernward, ein &#8222;Reliquiar f&#252;r den rechten Arm&#8220; dieses Heiligen geschaffen.<xref ref-type="fn" rid="n23">23</xref> Dort finden sich auf den mit Filigran und Schmucksteinen reich verzierten Gewandborten mindestens f&#252;nf der Glassteine mit blauen Einschl&#252;ssen, Exemplare mit und ohne Durchbohrung (<xref ref-type="fig" rid="F10">Abb. 10</xref>).</p>
<fig id="F9">
<label>ABB. 9</label>
<caption>
<p>Kreuz Heinrichs des L&#246;wen, Hildesheim, um 1180/90. Detail vom linken Kreuzarm Hildesheim, Dommuseum, Inv. Nr. DS L 112. (Foto: Mia Timm, Hildesheim)</p>
</caption>
<alt-text>Corner of the arm of a gold cross with speckled-blue, green, purple, red, and clear cabochons surrounded by filigree</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g9.jpg"/>
</fig>
<fig id="F10">
<label>ABB. 10</label>
<caption>
<p>Armreliquiar des hl. Bernward, Hildesheim, Ende 12. Jahrhundert. Detail. Hildesheim, Dommuseum, Inv. Nr. L 1978-2. (&#169; Dommuseum Hildeshein, Foto: Florian Monheim)</p>
</caption>
<alt-text>Detail of a gilded arm reliquary with a band of filigree and blue-speckled, blue-and-white striped, amber, pink, green, and clear regularly spaced cabochons</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g10.jpg"/>
</fig>
<p>Auf dem &#8222;Schrein des hl. Maurus&#8220; aus Floreffe (s&#252;dlich von Namur, heute in der Schlosskapelle von Be&#269;ov/ Petschau, Tschechien), der um 1225 &#8211; 30 wohl von rheinischen Goldschmieden hergestellt wurde, gibt es mindestens einen solchen Glasstein mit deutlichen blauen Punkten (an einer Langseite, im Filigran rechts oben neben dem Apostel Matth&#228;us).<xref ref-type="fn" rid="n24">24</xref></p>
<p>Goldschmiede in Osnabr&#252;ck verwendeten offenbar in der ersten H&#228;lfte des 13. Jahrhunderts ebenfalls h&#228;ufig derartige Steine. So sitzt z. B. an der Schauseite des &#8222;Crispinusschreins&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n25">25</xref> (um 1230 &#8211; 1240) etwa in Knieh&#246;he links neben der thronenden Maria ein ovaler Cabochon, in dessen farblose Glasmasse ziemlich weit oben blaue Einschl&#252;sse eingebettet sind. Diese haben erkennbar fast alle die Form von kleinen scharfkantigen Glassplittern (<xref ref-type="fig" rid="F11">Abb. 11</xref>). Beim &#8222;Prudentiaschrein&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n26">26</xref> in Beckum, der im Auftrag der Stadtgemeinde wohl um dieselbe Zeit ebenfalls in einer Osnabr&#252;cker Goldschmiedewerkstatt entstand, findet sich an der Marienseite (links neben dem Kopf von Jakobus dem J&#252;ngeren) ein Glasstein mit deutlichen runden oder leicht oval verzogenen blauen Punkten, die anscheinend in unterschiedlicher H&#246;he in die farblose Glasmasse eingeschmolzen sind (<xref ref-type="fig" rid="F12">Abb. 12</xref>).<xref ref-type="fn" rid="n27">27</xref> Bei einer Restaurierung des Schreins im 19. Jahrhundert wurden fehlende Schmucksteine erg&#228;nzt &#8211; der mit den blauen Punkten geh&#246;rt mit Sicherheit zum urspr&#252;nglichen Bestand.</p>
<fig id="F11">
<label>ABB. 11</label>
<caption>
<p>Crispinusschrein, Osnabr&#252;ck, um 1230/40. Detail von der Frontseite. Osnabr&#252;ck, Domschatz (ohne Inv. Nr.). (Foto: Stefan Kube, Greven)</p>
</caption>
<alt-text>Detail of a shrine decoration of gold incised panels with vegetal pattern and a framed oval central speckled-blue cabochon</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g11.jpg"/>
</fig>
<fig id="F12">
<label>ABB. 12</label>
<caption>
<p>Prudentiaschrein, wohl Osnabr&#252;ck, um 1230/40. Detail von einer Langseite. Beckum, Katholische Propsteikirche. (Foto: Stefan Kube, Greven)</p>
</caption>
<alt-text>Detail of a gilded shrine decoration with the low-relief image of a saint beneath a trefoil arch with a filigree vegetal pattern and regularly spaced oval cabochons in blue, blue-speckled clear, purple, and yellowish glass</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g12.jpg"/>
</fig>
<p>An Objekten aus der zweiten H&#228;lfte des 13. Jahrhunderts habe ich bisher &#8211; mit zwei Ausnahmen, s. u. &#8211; keine Glassteine mit blauen Einschl&#252;ssen mehr gefunden, aber meine Bestandsaufnahme konnte nat&#252;rlich bei weitem nicht s&#228;mtliche Exemplare erfassen (es gibt weitere Verdachtsf&#228;lle, nach unklaren Abbildungen und ungepr&#252;ften m&#252;ndlichen Hinweisen), und insofern bleibt vorerst offen, wann dieser spezielle Typ von Schmucksteinen au&#223;er Mode kam. Auch wenn sie vermutlich kaum noch hergestellt wurden im sp&#228;teren 13. Jahrhundert, so m&#246;gen einzelne &#220;berbleibsel dieser Art noch einige Zeit sp&#228;ter verwendet worden sein, so z. B. eventuell ein Cabochon aus blass t&#252;rkisfarbenem Glas (<xref ref-type="fig" rid="F13">Abb. 13</xref>) auf dem Fu&#223; des &#8222;Gr&#252;ndungsreliquiars&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n28">28</xref> in Hildesheim, der ins sp&#228;te 14. Jahrhundert datiert wird. Bei diesem Glasstein haben die blauen Einschl&#252;sse deutlich die Form von K&#252;gelchen oder l&#228;nglichen &#8222;Eiern&#8220;. Auch dieses Exemplar ist teilweise durchbohrt.</p>
<fig id="F13">
<label>ABB. 13</label>
<caption>
<p>Fu&#223; des Gr&#252;ndungsreliquiars, Hildesheim, sp&#228;tes 14. Jahrhundert. Detail, Stein mit blauen Einschl&#252;ssen oval, ca. 1,5 cm &#215; 1,2 cm. Hildesheim, Dommuseum, Inv. Nr. DS 1. (Foto: Mia Timm, Hildesheim)</p>
</caption>
<alt-text>Smooth foot of a reliquary with four regularly spaced cabochons in blue-speckled, black, yellowish, and amber glass in mounts nailed to the surface</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g13.jpg"/>
</fig>
</sec>
<sec>
<title>Verbreitungsgebiet</title>
<p>Es f&#228;llt auf, dass sich die erw&#228;hnten Beispiele von Glassteinen mit blauen Einschl&#252;ssen &#252;berwiegend an Goldschmiedearbeiten aus Werkst&#228;tten im (heutigen) Westfalen und Niedersachsen finden, es zeichnet sich also &#8211; ungew&#246;hnlich f&#252;r die Objektgattung der Glassteine &#8211; ein regionales &#8222;Ballungsgebiet&#8220; ab, das dann h&#246;chstwahrscheinlich auch das Herstellungsgebiet ist. Die Feststellung, dass sich solche Glassteine in einem bestimmten Gebiet konzentrieren, hei&#223;t nicht, dass sie anderswo g&#228;nzlich fehlen, aber soweit ich finden konnte, kommen sie nur vereinzelt an Objekten in anderen Regionen vor:</p>
<p>Die &#8222;Chasse de Bellac&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n29">29</xref>, ein ber&#252;hmtes fr&#252;hes Werk aus einer der Email-Werkst&#228;tten in Limoges (um 1120&#8211;1140), war verziert mit vierzehn emaillierten Medaillons (drei davon fehlen heute) und 108 Schmucksteinen, darunter auff&#228;llig viele antike geschnittene Steine. Bei Restaurierungen im 20. Jahrhundert wurden auf der R&#252;ckseite und einer Schmalseite des hausf&#246;rmigen Reliquiars etliche fehlende Steine ersetzt, nicht aber auf der Hauptseite: Dort sitzt oben ganz rechts ein runder Glasstein mit blauen Punkten oder Flecken in farblosem Glas.<xref ref-type="fn" rid="n30">30</xref></p>
<p>Ein zweites Beispiel abseits des haupts&#228;chlichen Verbreitungsgebiets findet sich am &#8222;Kopfreliquiar des hl. Eustachius&#8220; im British Museum, das urspr&#252;nglich zum Basler M&#252;nsterschatz geh&#246;rte.<xref ref-type="fn" rid="n31">31</xref> Der vermutlich im sp&#228;ten 12. Jahrhundert entstandene h&#246;lzerne Kopf des Heiligen wurde nachtr&#228;glich, wohl zu Anfang des 13. Jahrhunderts, mit vergoldetem Silberblech beschlagen und bereichert durch einen Stirnreif mit Filigran- und Steinbesatz. Bei einer <italic>in-situ</italic>-Untersuchung der Schmucksteine (s. u.) ergab sich, wenig &#252;berraschend, dass neben nat&#252;rlichen Steinen, einer Perle und einem Perlmutt-&#8222;Stein&#8220; auch gl&#228;serne Edelsteine verwendet wurden, darunter einer aus farblosem Glas mit blauen Punkten und Flecken (<xref ref-type="fig" rid="F14">Abb. 14</xref>). Dieser ovale, hoch gew&#246;lbte Cabochon sitzt hinten am Kopf, am linken Ende eines der vier Teile, aus denen der Stirnreif zusammengesetzt ist. Im Untersuchungsbericht wird er so beschrieben: &#8222;gem 9 is made from a colourless glass, bubble-rich, with rounded blue globules of what look like an ultramarine blue-coloured opaque? glass at the base of the stone.&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n32">32</xref> Der Eindruck, dass dieser Stein unten eingeschmolzene blaue &#8222;K&#252;gelchen&#8220; enth&#228;lt, deckt sich mit der Beobachtung an anderen derartigen Steinen, u.a dem Exemplar am Godehardschrein. Es ist wahrscheinlich, dass der kostbare Beh&#228;lter f&#252;r Sch&#228;delfragmente des hl. Eustachius (und andere Reliquien) von Kunsthandwerkern in Basel oder im Oberrheingebiet angefertigt wurde, die zum Schmuck des Stirnreifs heterogene Steine aus dem Vorrat verwendeten, unter anderem auch den Glasstein mit den blauen &#8222;K&#252;gelchen&#8220;, der auf unbekannte Weise an den Oberrhein gelangt war.</p>
<fig id="F14">
<label>ABB. 14</label>
<caption>
<p>Kopfreliquiar des hl. Eustachius aus dem Basler M&#252;nsterschatz. Basel?, Anfang 13. Jahrhundert. Detail vom Stirnreif. London, The British Museum, Inv. Nr. 1850,1127. (Foto: The British Museum)</p>
</caption>
<alt-text>Detail of a head reliquary, surface grooved to look like hair, surrounded by a filigreed gold band with cabochons in yellowish, speckled blue, and purplish glass</alt-text>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="jgs-6935_krueger-g14.jpg"/>
</fig>
<p>Ein weiteres Beispiel, dass solche Glassteine am Oberrhein verwendet wurden, bietet das &#8222;Bergkristall-Reliquienkreuz&#8220;, welches das Historische Museum Basel 2012 erwerben konnte.<xref ref-type="fn" rid="n33">33</xref> Von den f&#252;nf Schmucksteinen auf dem Deckel der quadratischen Reliquienkapsel auf der Vierung bestehen zwei (links oben und rechts unten) aus farblosem Glas mit undeutlich sichtbaren blauen Einschl&#252;ssen. Beide sind durchbohrt (ziemlich dicht unter der gew&#246;lbten Oberfl&#228;che), ihr relativ sp&#228;tes Vorkommen an dem Kreuz aus dem sp&#228;ten 13. Jahrhundert mag durch eine andere Erstverwendung zu erkl&#228;ren sein.</p>
</sec>
<sec>
<title>Herstellungsweise</title>
<p>F&#252;r die Herstellung gl&#228;serner Edelsteine gab es im Mittelalter vermutlich verschiedene Methoden: 1. Zerkleinertes Glas in einteiligen Formen schmelzen, 2. Glasbrocken zurechtschleifen und polieren, 3. Glasbrocken oder Abschnitte von (vorgefertigten) Glasst&#228;ben durch Anschmelzen abrunden. Daneben sind Varianten oder Kombinationen dieser Herstellungsweisen anzunehmen.</p>
<p>Die erste Methode wird detailliert beschrieben in Heraclius&#8217; <italic>De coloribus et artibus romanorum</italic> (&#8222;Von den Farben und K&#252;nsten der R&#246;mer&#8220;), einer Sammlung heterogener Rezepte, deren erste zwei B&#252;cher ins 10. oder 11. Jahrhundert datiert werden.<xref ref-type="fn" rid="n34">34</xref> Rezept XIV<xref ref-type="fn" rid="n35">35</xref> im ersten Buch steht unter der &#220;berschrift <italic>De gemmis quas de Romano vitro facere quaeris</italic> (&#8222;Von den Edelsteinen, die du aus r&#246;mischem Glas machen kannst&#8220;). Dort hei&#223;t es: Um sch&#246;ne gl&#228;nzende Steine herzustellen solle man die f&#252;r den Stein gew&#252;nschte Form in &#8222;Kreide&#8220; (<italic>creta</italic>) eintiefen, die Vertiefung dann mit zerkleinertem &#8222;r&#246;mischem&#8220; Altglas f&#252;llen, die Glaskr&#246;sel unter Umr&#252;hren [nahe dem Feuer] erweichen lassen, dann die Form mit einem hohlen Eisen bedeckt ins Feuer bringen (<italic>atque cavo tectam ferro post insere cretam igni</italic>),<xref ref-type="fn" rid="n36">36</xref> um das Glas zu schmelzen, dabei die Masse gelegentlich mit einem Spatel zusammendr&#252;cken, damit keine Luftblasen bleiben. Offensichtlich beschreibt Heraclius hier die Technik des Formschmelzens, die schon seit der Antike gebr&#228;uchlich war, u. a. zur Herstellung von Glaskameen und -gemmen. Die meist recht regelm&#228;&#223;ige Form mittelalterlicher Glascabochons spricht daf&#252;r, dass tats&#228;chlich (meistens?) Formen benutzt wurden.<xref ref-type="fn" rid="n37">37</xref></p>
<p>Bisher unverst&#228;ndlich erschienen Angaben in Dokumenten von 1331 und 1340, bei denen es um die T&#228;tigkeit der Glassteinhersteller in Paris geht.<xref ref-type="fn" rid="n38">38</xref> Die <italic>faiseurs de pierres de voirre</italic> geben an, sie h&#228;tten seit altersher <italic>pierres de voirre fondeisses, fendues au cizel et au martel</italic> und dann gef&#228;rbt. Dabei geht es um die Herstellung von Dubletten aus farblosem Glas mit einer farbigen Zwischenschicht, wof&#252;r zun&#228;chst eine Art von Cabochons erschmolzen und diese dann in zwei &#8222;Sandwich&#8220;-H&#228;lften gespalten wurden, angeblich mit Mei&#223;el und Hammer. F&#252;r den ersten Schritt des Erschmelzens wurden vermutlich wieder Formen genutzt.</p>
<p>Auch im sp&#228;ten Mittelalter scheint die Verwendung von Formen f&#252;r die Herstellung gl&#228;serner Edelsteine noch &#252;blich oder zumindest bekannt gewesen zu sein. So finden sich im ersten der drei <italic>trattatelli</italic> mit Rezeptsammlungen im Staatsarchiv von Florenz (Manuskript n. 797, entstanden wohl um 1400) mehrfach Hinweise auf Formen, z. B. am Ende der Rezepte XVI, XVII, XIX und XXVI.<xref ref-type="fn" rid="n39">39</xref> Bei Rezept XIX <italic>A contrafarre pietre turchiesse</italic> hei&#223;t es ausdr&#252;cklich <italic>e fa&#8217; in prima le forme come vuogli fatte le pietre&#8230;</italic>. Die Rezepte in den so zahlreichen Rezeptsammlungen beziehen sich in der Regel nur auf die Herstellung einer farbigen Glasmasse, es ist sehr ungew&#246;hnlich, dass man hier eine Andeutung findet, wie diese Glasmasse zu gl&#228;sernen Edelsteinen zu verarbeiten ist.</p>
<p>Welche Methode der Herstellung verwendet wurde, ist bei Glassteinen <italic>in situ</italic> selten mit Sicherheit zu erkennen, die Exemplare mit den blauen Einschl&#252;ssen bieten aber gute Indizien: Wie erw&#228;hnt finden sich die blauen Partikel in unterschiedlicher H&#246;he im Stein, manche dicht unter der gew&#246;lbten Oberfl&#228;che (aber nie angeschliffen), manche mittendrin, manche sogar unten ein wenig herausragend. Dies spricht daf&#252;r, dass die Einschl&#252;sse jeweils individuell in einen Cabochon eingebracht wurden, und dagegen, dass man diese Steine aus Brocken einer mit blauen Partikeln durchsetzten Glasmasse zurechtschliff. Unwahrscheinlich ist auch, dass sie aus St&#252;cken oder Stab-Abschnitten aus farblosem Glas abgerundet und ihnen nachtr&#228;glich blaue Kr&#246;sel unterlegt oder aufgestreut wurden (die dann noch einmal eingeschmolzen werden mussten), weil sich bei dieser Methode die Form und W&#246;lbung der Cabochons nicht genau bestimmen lie&#223;e. Die dagegen meist regelm&#228;&#223;ig geformten und hoch gew&#246;lbten Glassteine mit blauen Einschl&#252;ssen wurden also h&#246;chstwahrscheinlich mit der Formschmelz-Methode hergestellt, wobei man die blauen Partikel unter das in die Form gef&#252;llte zerkleinerte Glas mischte.<xref ref-type="fn" rid="n40">40</xref></p>
<p>Die zweite Herstellungsmethode, Brocken einer in verschlossenen Tiegeln erschmolzenen speziellen Glasmasse durch Schleifen in die gew&#252;nschte Form zu bringen, war in sp&#228;teren Jahrhunderten sehr gebr&#228;uchlich, nachdem facettierte Steine in Mode gekommen waren und eine weichere, bleihaltige Glasmasse f&#252;r Edelstein-Nachahmungen die Regel geworden war.<xref ref-type="fn" rid="n41">41</xref></p>
<p>In der <italic>Schedula diversarum artium</italic> des Theophilus (erstes Viertel 12. Jahrhundert), wo viele Handwerkstechniken sehr detailliert beschrieben werden, finden gl&#228;serne Edelsteine (und ihre Herstellung) an drei Stellen nur kurz Erw&#228;hnung: Im zweiten Buch &#8222;&#220;ber das Glas und die Glasfenster&#8220; werden Glassteine zweimal als &#8222;Abbildungen&#8220; nat&#252;rlicher Edelsteine aufgef&#252;hrt; laut Kapitel 28 <italic>De gemmis picto vitro imponendis</italic> k&#246;nnen &#8222;St&#252;ckchen&#8220; (<italic>particulis</italic>) von farbigem Glas auf bemalte Glasfenster aufgeschmolzen werden, um Edelsteine darzustellen.<xref ref-type="fn" rid="n42">42</xref> Und im 31. Kapitel <italic>De anulis</italic> wird erw&#228;hnt, man k&#246;nne auf gl&#228;serne Fingerringe auch Glas anderer Art [Farbe?] <italic>sicut gemmam</italic> aufsetzen und erhitzen, bis es anhafte.<xref ref-type="fn" rid="n43">43</xref> Im dritten Buch zu Goldschmiedekunst und Bearbeitung von Metallen behandelt das 95. Kapitel das Polieren der Edelsteine (<italic>De poliendis gemmis</italic>), und es hei&#223;t darin zum Schluss lapidar: <italic>Lapides quoque eodem modo vitrei, quod cristallum, fricantur et poliuntur</italic> (&#8222;die gl&#228;sernen Steine werden auf dieselbe Weise geschliffen und poliert wie der Kristall&#8220;).<xref ref-type="fn" rid="n44">44</xref></p>
<p>Ob und wie h&#228;ufig die aufwendige Methode, Glassteine auf &#8222;kaltem&#8220; Weg durch Schleifen zu formen, im fr&#252;hen und hohen Mittelalter angewendet wurde, l&#228;sst sich ohne n&#228;here Untersuchungen nicht feststellen. Am ehesten ist sie bei Exemplaren mit fr&#252;hen Formen von Facettierung zu vermuten, die weniger h&#228;ufig sind als die Cabochons: bei ann&#228;hernd tafelf&#246;rmigen rechteckigen oder quadratischen Glassteinen mit abgeschr&#228;gten Kanten oder bei den noch selteneren &#8222;Steinen&#8220; in Form niedriger Pyramiden oder &#8222;Walmd&#228;cher&#8220;, wie sie z. B. auf dem Reliquienkreuz aus Limoges im Metropolitan Museum of Art (The Cloisters)<xref ref-type="fn" rid="n45">45</xref> vorkommen. Aber es ist gut m&#246;glich, dass auch solche Exemplare aus Formen stammen.</p>
<p>Auch die dritte der erw&#228;hnten Herstellungsmethoden, Glasbrocken oder Abschnitte von St&#228;ben oder F&#228;den durch Anschmelzen abzurunden, kam im Mittelalter zur Anwendung. Auf diese Art entstanden damals z. B. vermutlich (wie zuvor in r&#246;mischer Zeit) die runden, flach gew&#246;lbten Glassteine, die meist als Spiel- oder Z&#228;hlsteine gelten, eventuell auch als &#8222;Edelsteine&#8220; eingesetzt werden konnten.<xref ref-type="fn" rid="n46">46</xref> Impliziert wird diese Methode in Rezept LXXI<xref ref-type="fn" rid="n47">47</xref> des dritten <italic>trattatello</italic> im Manuskript n. 797 des Staatsarchivs in Florenz.<xref ref-type="fn" rid="n48">48</xref> Dieses beginnt <italic>A volere fare verghe di vetro di ogni colore da fare pietre d&#8217;anella</italic> &#8230; (&#8222;Um St&#228;be aus Glas aller Farben zu machen, zur Herstellung von Ringsteinen &#8230;&#8220;).<xref ref-type="fn" rid="n49">49</xref> St&#228;be aus farbigem Glas, hergestellt an normalen Glas&#246;fen,<xref ref-type="fn" rid="n50">50</xref> waren also Vorprodukte f&#252;r die Herstellung von Schmucksteinen (in anderen Werkst&#228;tten, in kleinen &#214;fchen).</p>
<p>Grunds&#228;tzlich unterscheiden sich die Herstellungsmethoden der Glassteine von denen der Glasperlen, die entweder aus Glasf&#228;den gewickelt oder aus durchbohrten Glasposten bzw. aus Abschnitten von langgezogenen Glasr&#246;hren geformt wurden: Glasperlen hatten in jedem Fall von Anfang an ein Loch. Zwar finden sich auf erstaunlich vielen mittelalterlichen Objekten auch Glassteine &#8222;mit Loch&#8220;, das dann aber durch m&#252;hsames nachtr&#228;gliches Durchbohren entstanden war. Bei etlichen Exemplaren ist zu erkennen, dass dies von zwei Seiten aus geschah, weil die Bohrkan&#228;le nicht aufeinander treffen, andere zeigen nicht ganz durchgehende, spitz zulaufende Bohrl&#246;cher.<xref ref-type="fn" rid="n51">51</xref> Schmucksteine als Besatz verschiedener Gegenst&#228;nde brauchen eigentlich keine Durchbohrung, da sie durch ihre Fassungen festgehalten werden, es wird daher generell angenommen, dass sie in Zweitverwendung angebracht wurden (ohne Erkl&#228;rung zur vermutlichen Erstverwendung). Da sie zu zahlreich sind, um alle von erheblich &#228;lteren Halsketten zu stammen,<xref ref-type="fn" rid="n52">52</xref> solche Ketten aber im Zeitraum 11. bis 13. Jahrhundert in Mitteleuropa nicht mehr in Mode waren,<xref ref-type="fn" rid="n53">53</xref> dienten viele von ihnen (oder sollten sie dienen) m&#246;glicherweise urspr&#252;nglich als Bestandteile von Rosenkr&#228;nzen/ Paternostern, f&#252;r die ja gro&#223;e Mengen an &#8222;Perlen&#8220; aus verschiedensten Materialien gebraucht wurden.</p>
</sec>
<sec>
<title>&#220;berlegungen zu Rezepturen, Herstellern, Werkst&#228;tten</title>
<p>Untersuchungen zum Steinbesatz wichtiger mittelalterlicher Objekte &#8211; per Augenschein oder mit verschiedenen zerst&#246;rungsfreien Analysemethoden &#8211; sind nicht selten, aber an Schmucksteinen, deren Material als Glas diagnostiziert wurde, bestand meistens kein Interesse, diese wurden bei Analysen ausgespart. Zu den wenigen Ausnahmen geh&#246;ren zwei Untersuchungskampagnen von Isabelle Biron, die durch Anne-Fran&#231;oise Cannellas Forschungen zur Rezeptliteratur f&#252;r Edelsteinnachahmungen im Mittelalter angeregt wurden.<xref ref-type="fn" rid="n54">54</xref> Um herauszufinden, ob und wieweit Rezepte und Realit&#228;t bei mittelalterlichen &#8222;falschen Edelsteinen&#8220; &#252;bereinstimmen, analysierte sie zun&#228;chst den Steinbesatz von vier Objekten des 12./13. Jahrhunderts im Louvre,<xref ref-type="fn" rid="n55">55</xref> sp&#228;ter den von elf weiteren Gegenst&#228;nden aus der ersten H&#228;lfte des 14. Jahrhunderts sowie von zwei Papstringen aus der zweiten H&#228;lfte des 15. Jahrhunderts im Louvre und im Cluny Museum.<xref ref-type="fn" rid="n56">56</xref> Es stellte sich heraus, dass neben nat&#252;rlichen Steinen zahlreiche Glassteine vorkommen, die aus allen m&#246;glichen Arten von Glas bestehen, sowohl aus Natronglas (mit mineralischer Soda als Flussmittel)<xref ref-type="fn" rid="n57">57</xref>, als auch aus Holzascheglas und Bleisilikatglas. Alle diese Glassorten konnten zur selben Zeit auch f&#252;r andere Glasprodukte (Email, Hohlgl&#228;ser oder Flachglas) verwendet werden, d. h. anders als seit dem sp&#228;ten Mittelalter scheint es in den Jahrhunderten davor keine speziellen &#8222;Kompositionen&#8220; f&#252;r Glassteine gegeben zu haben.<xref ref-type="fn" rid="n58">58</xref></p>
<p>2006 publizierten Louise Joyner und Ian Freestone die Ergebnisse ihrer Analysen der Schmucksteine auf dem &#8222;Kopfreliquiar des hl. Eustachius&#8220; im British Museum, die zu &#228;hnlichen Ergebnissen f&#252;hrten.<xref ref-type="fn" rid="n59">59</xref> Au&#223;er nat&#252;rlichen Steinen, einer Perle, je einem &#8220;Stein&#8220; aus Perlmutt und aus Obsidian finden sich dort ein Cabochon aus rotem Holzascheglas und f&#252;nf weitere in verschiedenen Farben aus Natronglas, darunter der erw&#228;hnte Glasstein mit blauen Einschl&#252;ssen.</p>
<p>F&#252;r ihre Bachelorarbeit untersuchte Lailah Helmich per R&#246;ntgenfluoreszenz die Schmucksteine am &#8222;Godehardschrein&#8220; sowie an den drei Scheibenkreuzen in Hildesheim.<xref ref-type="fn" rid="n60">60</xref> Sie fand dabei wieder neben nat&#252;rlichen Steinen zahlreiche Glassteine, darunter mehrere aus &#8222;Natron-Kalk-Glas&#8220;.<xref ref-type="fn" rid="n61">61</xref> Beim Cabochon mit blauen Einschl&#252;ssen auf dem &#8222;Godehardschrein&#8220; hei&#223;t es &#8222;Natron-Kalk-Glas, da 4% Ca&#8220;, das w&#228;re derselbe Glastyp wie der des entsprechenden Steins auf dem &#8222;Eustachius-Reliquiar&#8220; (wo allerdings der Ca-Gehalt mit ca. 10% deutlich h&#246;her ist).</p>
<p>Der Nachweis, dass die Glassteine mit blauen Einschl&#252;ssen und viele andere aus Natronglas bestehen,<xref ref-type="fn" rid="n62">62</xref> ist interessant, weil Rohglashersteller im Nahen Osten seit etwa dem 9. Jahrhundert statt mineralischer Soda (Trona) aus dem Wadi Natrun in &#196;gypten als Flussmittel pflanzliche Soda aus der Asche von Halophyten (salzliebenden Strand- und W&#252;stenpflanzen) verwendeten, vermutlich da Trona nicht mehr ausreichend zur Verf&#252;gung stand. Nach dieser Umstellung m&#252;ssten Objekte aus Natronglas also jeweils aus Altglas, wohl in Form von Tesserae oder Gef&#228;&#223;scherben, entstanden sein. Das Recyceln von &#8222;r&#246;mischem&#8220; (nach r&#246;mischer Glasmachertradition hergestelltem) Glas, vor allem von Mosaikw&#252;rfelchen zum F&#228;rben, wird bei Heraclius und Theophilus erw&#228;hnt und ist auch arch&#228;ologisch nachgewiesen. Inzwischen hat sich aber gezeigt, dass bestimmte Glasprodukte im Westen bis ins fr&#252;he 13. Jahrhundert weiter aus Natronglas bestehen, neben Emails und den erw&#228;hnten Glassteinen beispielsweise auch die markante Gruppe der blauen Gef&#228;&#223;e mit opak-wei&#223;en Auflagen und manches blaue Flachglas, weshalb es erhebliche Zweifel gibt, ob gen&#252;gend antikes Altglas daf&#252;r zur Verf&#252;gung stand, oder ob mineralische Soda in geringeren Mengen weiter aus &#196;gypten oder von anderen Lagerst&#228;tten erh&#228;ltlich war.<xref ref-type="fn" rid="n63">63</xref> Auf jeden Fall bedeutet der Nachweis von mineralischer Soda als Flussmittel in Glassteinen eine Art <italic>terminus ante quem</italic>, sie m&#252;ssen mit gr&#246;&#223;ter Wahrscheinlichkeit vor dem sp&#228;ten Mittelalter entstanden sein.</p>
<p>Viel seltener als solche aus Natronglas sind bisher Schmucksteine aus Holzasche-Kalk-Glas (mit Kalium als Flussmittel) nachgewiesen, d. h. aus dem n&#246;rdlich der Alpen seit karolingischer Zeit vorherrschenden Glastyp. Bei den bisherigen Analysen wurde solches &#8222;Waldglas&#8220; vor allem bei rot-braunen Cabochons diagnostiziert, so bei einem auf dem &#8222;Phylakterium aus Kloster Marchtal&#8220; im Louvre <xref ref-type="fn" rid="n64">64</xref> (zweite H&#228;lfte 12. Jahrhundert), einem auf dem &#8222;Ciborium des Alpais&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n65">65</xref> ebenfalls im Louvre (um 1200) und bei &#8222;Stein 7&#8220; auf dem &#8222;Eustachius-Kopfreliquiar&#8220; im British Museum (Anfang 13. Jahrhundert)<xref ref-type="fn" rid="n66">66</xref>. Aber Schmucksteine aus Holzasche-Kalk-Glas gibt es auch in anderen Farben, so z. B. in dunklem Gr&#252;n auf dem erw&#228;hnten Ciborium und in Blau auf einer Spiegelkapsel aus bleihaltigem Messing im British Museum, einem Bodenfund aus Eyam, Derbyshire, England.<xref ref-type="fn" rid="n67">67</xref> Diese Spiegelkapsel geh&#246;rt zu einem Typ des 13. Jahrhunderts, der vor allem in Norddeutschland vertreten ist,<xref ref-type="fn" rid="n68">68</xref> die Schmucksteine auf den anderen Exemplaren dieses Typs bestanden mit gr&#246;&#223;ter Wahrscheinlichkeit aus denselben Glassorten, d. h. Holzascheglas f&#252;r die winzigen blauen K&#252;gelchen auf Rosetten und Bleisilikatglas f&#252;r die gr&#246;&#223;eren Steine dazwischen.</p>
<p>Bleisilikatglas, d. h. Glas, dem als einziges Flussmittel gro&#223;e Mengen Bleioxid zugef&#252;gt wurde (etwa doppelt soviel PbO wie SiO<sub>2</sub>), wurde bei den bisherigen Glasstein-Analysen als dritter Glastyp gefunden. Solch niedrig schmelzendes, stark gl&#228;nzendes und farbintensives Glas war seit altersher in vielen Regionen der Welt bekannt und wurde vielf&#228;ltig genutzt, so auch in Europa im Mittelalter. Seit dem sp&#228;ten Mittelalter erforderten die meisten &#8222;Kompositionen&#8220; f&#252;r Edelstein-Imitationen einen Zusatz von Blei, aber im fr&#252;hen und hohen Mittelalter war Bleisilikatglas kein Spezialglas nur f&#252;r Glassteine (sowie auch Glasperlen und Glasringe), es wurde auch f&#252;r Gef&#228;&#223;e genutzt<xref ref-type="fn" rid="n69">69</xref> und &#8222;verd&#252;nnt&#8220; durch alkalische Flussmittel f&#252;r Flachglas verwendet.</p>
<p>Bleisilikatglas war fast immer leuchtend gelb (dann ohne f&#228;rbenden Zusatz) oder gr&#252;n (dann gef&#228;rbt durch Kupferoxid). Da gr&#252;ne Bleiglassteine fast immer viereckig (rechteckig oder quadratisch, mit ann&#228;hernd flacher Oberseite) sind, wird besonders deutlich, dass sie Smaragde imitieren, f&#252;r die diese Form (&#8222;Tafelschliff&#8220;) &#252;blich war. Nachgewiesen sind Bleiglas-&#8220;Smaragde&#8220; auf einfachen Objekten aus unedlen Metallen wie auch auf solchen aus Edelmetall. Zu den kostbaren Goldschmiedewerken, bei denen gr&#252;ne Bleiglassteine gefunden wurden, z&#228;hlen z. B. Kronen und Kreuze aus dem Schatzfund von Guarrazar im Cluny-Museum<xref ref-type="fn" rid="n70">70</xref> (westgotisch, 6./7. Jahrhundert, dort ca. 70% PbO), das &#8222;Basler Antependium&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n71">71</xref> (vor 1019, ebenfalls im Cluny-Museum, dort in den Nimben von Figuren) und das &#8222;Phylakterium aus Kloster Marchtal&#8220;<xref ref-type="fn" rid="n72">72</xref> (dort auch ein gelber Bleiglasstein).</p>
<p>Ein Beispiel von vermutlich sehr vielen kleinen Schmuckst&#252;cken aus unedlen Metallen mit Steinen aus Bleiglas bietet die erw&#228;hnte Spiegelkapsel aus Eyam, wo die ann&#228;hernd quadratischen gr&#246;&#223;eren Schmucksteine aus gelbem und gr&#252;nem Bleisilikatglas bestehen.</p>
<p>Zu Herstellern und Werkst&#228;tten f&#252;r Glassteine im Mittelalter gibt es kaum Fakten. Zwar ist die Existenz von Glassteinherstellern in Venedig und Paris seit dem 13. Jahrhundert bezeugt, aber die wenigen Archivalien dazu betreffen vor allem die Abwehrk&#228;mpfe der Kristallarbeiter, d. h. es ging dann um die Verwendung von farblosem Glas f&#252;r Dubletten. F&#252;r fr&#252;here Zeiten und f&#252;r die Herstellung von Glassteinen anderswo gibt es nur sp&#228;rliche Indizien. Bisher ist keine Werkstatt arch&#228;ologisch nachgewiesen, die eindeutig auf Glassteine spezialisiert war, es fehlen offenbar Glasstein-Funde von Produktionsst&#228;tten &#252;berhaupt, w&#228;hrend anderer Glasschmuck, wie Perlen und Glasringe, durchaus an Herstellungspl&#228;tzen zutage gekommen ist. Generell ist anzunehmen, dass die Glassteinhersteller (wie auch die Emailleure) im Mittelalter ihre Glasmasse nicht selbst erschmolzen, sondern nur verarbeiteten, was sie als &#8222;Rohglas&#8220; in verschiedener Form bezogen &#8211; Tesserae, Scherben, Brocken eventuell von Glaskuchen.<xref ref-type="fn" rid="n73">73</xref> Die Verarbeitung zu Schmucksteinen geschah wohl einerseits nach Bedarf bei Goldschmieden (und auch Buntmetallschmieden), die ja die n&#246;tige Ausr&#252;stung hatten und &#8211; wenn sie u. a. Emails herstellten &#8211; auch Erfahrung im Umgang mit Glas. Andererseits scheint es auch besondere Werkst&#228;tten f&#252;r Glassteine gegeben zu haben (vielleicht innerhalb einer Gruppe von verschiedenen Werkst&#228;tten?), darauf deutet etwa das Vorkommen von durchbohrten oder teilweise durchbohrten Glassteinen mit blauen Einschl&#252;ssen hin, die sich neben solchen Cabochons ohne Bohrloch auf manchen Goldschmiedewerken finden. Die durchbohrten Exemplare wurden dann gewiss nicht vom jeweiligen Goldschmied hergestellt, sie m&#252;ssen anderswo produziert und als Ausschuss- oder &#220;berschussware in den Handel gekommen sein.</p>
<p>Zu den Motiven f&#252;r die Herstellung von Glassteinen mit blauen Einschl&#252;ssen kann man wieder nur Vermutungen anstellen. Sofern &#252;berhaupt wahrgenommen galten sie bisher als Saphir-Nachahmungen, vor allem weil Saphire von Sri Lanka (Ceylon) h&#228;ufig &#228;hnlich fleckig erscheinen.<xref ref-type="fn" rid="n74">74</xref> Aber es scheint mir zweifelhaft, dass man im Mittelalter tats&#228;chlich zugunsten von t&#228;uschender &#196;hnlichkeit bewusst nicht-makellose Schmucksteine herstellte. M&#246;glicherweise waren die blauen Einschl&#252;sse eher technisch bedingt: Wenn unter dem verf&#252;gbaren &#8222;Rohglas&#8220; neben farblosem Glas nur opak blaues Glas vorhanden war, so konnte man davon nur kleine Partikel oder K&#252;gelchen beimengen, damit der Stein hellblau erschien, aber durchscheinend blieb, &#228;hnlich einem Saphir.</p>
<p>Wie erw&#228;hnt haben die blauen Einschl&#252;sse h&#228;ufig noch erkennbar unterschiedliche Form: (sehr) kleine &#8222;Kr&#252;mel&#8220;, gelegentlich scharfkantige Splitter (z. B. beim Cabochon auf dem Crispinusschrein) oder K&#252;gelchen.<xref ref-type="fn" rid="n75">75</xref> Wenn die Einschl&#252;sse sich in der farblosen Glasmasse nicht v&#246;llig aufl&#246;sten, so vermutlich weil die Schmelztemperatur in kleinen &#214;fen nicht hoch genug war und eventuell weil das blaue Glas, wie bei den K&#252;gelchen auf der Spiegelkapsel aus Eyam nachgewiesen, ein Holzascheglas war, das einen h&#246;heren Schmelzpunkt hatte als das farblose Sodaglas.</p>
<p>Was zun&#228;chst ein technisch erforderlicher &#8222;Notbehelf&#8220; war, mochte sp&#228;ter bewusst als Muster eingesetzt werden &#8211; Punktmuster waren in jenem Zeitraum durchaus beliebt.<xref ref-type="fn" rid="n76">76</xref> Blaugepunktete Schmucksteine w&#228;ren damit nicht mehr Nachahmungen von Saphiren, sondern &#8222;Edelsteine&#8220; <italic>sui generis</italic>.</p>
<p>Das f&#252;hrt noch einmal zur&#252;ck zur eingangs erw&#228;hnten unterschiedlichen Wertigkeit gl&#228;serner Schmucksteine: Zweifellos waren sie in profanem Zusammenhang oft weniger kostspieliger Ersatz f&#252;r nat&#252;rliche Steine, eventuell sogar mit F&#228;lschungsabsicht. Aber h&#228;ufig finden sie sich auch ann&#228;hernd gleichrangig<xref ref-type="fn" rid="n77">77</xref> zusammen mit nat&#252;rlichen Edelsteinen, vor allem, aber nicht nur an kirchlichen Objekten.<xref ref-type="fn" rid="n78">78</xref> Neben die Sch&#246;pfungen der Natur, d. h. des g&#246;ttlichen Sch&#246;pfers, traten dann die Erzeugnisse menschlicher Kunstfertigkeit, durch die auf wunderbare Weise unscheinbare Grundstoffe zu leuchtenden, farbigen Objekten verwandelt wurden.<xref ref-type="fn" rid="n79">79</xref> Bucklow vermutet, dass kirchliche Auftraggeber darin m&#246;glicherweise sogar eine Analogie zur Transformation Christi und zur Transformation w&#228;hrend der Eucharistie sahen.<xref ref-type="fn" rid="n80">80</xref></p>
</sec>
<sec>
<title>Schlussbemerkung</title>
<p>Unter den zahllosen gl&#228;sernen Schmucksteinen auf mittelalterlichen Objekten bilden die Cabochons aus farblosem Glas mit blauen Einschl&#252;ssen eine markante Gruppe, f&#252;r die sich &#8211; ausnahmsweise &#8211; eine bestimmte &#8222;Laufzeit&#8220; (ca. 11. &#8211; 13. Jahrhundert) und ein Hauptverbreitungsgebiet (im heutigen Westfalen und Niedersachsen) abzeichnen. Die Verteilung der Einschl&#252;sse in der farblosen Glasmasse l&#228;sst darauf schlie&#223;en, dass solche Steine aus zerkleinertem Glas in Formen erschmolzen wurden, wie vermutlich die meisten anderen mittelalterlichen Glassteine. Die oft noch erkennbare Form der Einschl&#252;sse l&#228;sst vermuten, dass eventuell Glasmassen mit unterschiedlichen Schmelzpunkten verwendet wurden. Die beiden einzigen bisher analysierten Exemplare bestehen aus Natronglas (mit mineralischer Soda als Flussmittel) nach r&#246;mischer Tradition, d. h. es wurde vermutlich Altglas verwendet, wie es auch f&#252;r viele Emails desselben Zeitraums nachgewiesen wurde. Die Tatsache, dass zahlreiche der mit Sicherheit mittelalterlichen Cabochons mit blauen Einschl&#252;ssen durchbohrt oder angebohrt sind, widerlegt die Vermutung, durchbohrte Schmucksteine m&#252;ssten jeweils von erheblich &#228;lteren Schmuckst&#252;cken stammen; sie deutet darauf hin, dass sie nicht nur nach Bedarf in Goldschmiedewerkst&#228;tten erschmolzen wurden, sondern auch als Ausschuss- oder &#220;berschussware von speziellen Herstellern zu beziehen waren. So erlaubt der Focus auf diesen besonderen Typ mittelalterlicher Glassteine einige mehr oder weniger gesicherte Aussagen und mag anregen, dem bisher weitgehend unbeachteten und unerforschten Gebiet der Glassteine im Mittelalter k&#252;nftig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.</p>
</sec>
</body>
<back>
<fn-group>
<fn id="n1"><p>Sie sind bisher nie beachtet worden, absichtliche Nachahmungen oder F&#228;lschungen sind daher nicht zu erwarten.</p></fn>
<fn id="n2"><p>Ausnahmsweise in blass violettem oder hell-t&#252;rkisfarbenem Glas.</p></fn>
<fn id="n3"><p>Vorl&#228;ufer waren m&#246;glicherweise die gro&#223;en &#8222;Saphire&#8220; auf dem &#8222;Ardennenkreuz&#8220; im Germanischen Nationalmuseum N&#252;rnberg, das ins 2. Viertel des 9. Jahrhunderts datiert wird. Die &#8222;Saphire&#8220; auf diesem Kreuz galten als nat&#252;rliche Edelsteine bis 1986/87, als Theo J&#252;lich sie als &#8222;Saphirimitationen, Glas&#8220; erkannte (<xref ref-type="bibr" rid="B33">J&#252;lich 1986&#8211;1987</xref>). Eine gemmologische Untersuchung durch Jaroslav Hyrsl (<xref ref-type="bibr" rid="B28">Hyrsl 2001a</xref>, <xref ref-type="bibr" rid="B29">2001b</xref>) stiftete wieder Verwirrung: Nach seiner Schlussfolgerung seien es Quarz-Kiesel, die zun&#228;chst in fl&#252;ssiges blaues Glas getaucht wurden, wonach die blaue Schicht bis auf Restflecken weggeschliffen wurde. Gegen diese h&#246;chst unwahrscheinliche, impraktikable Methode spricht schon die Beobachtung, dass die blauen Flecken (nach Detailfotos zu urteilen) sich keineswegs nur auf der Oberfl&#228;che finden. In der Forschungsdatenbank des Germanischen Nationalmuseums steht zur Zeit die weitere unverst&#228;ndliche Version, es handele sich um gro&#223;e Glasfl&#252;sse &#8222;mit eingeschmolzenen Quarzpartikeln&#8220;. Im Gegensatz zu den gleichm&#228;&#223;ig geformten und gew&#246;lbten sp&#228;teren Glassteinen mit blauen Einschl&#252;ssen haben die Saphir-Imitationen auf dem &#8222;Ardennenkreuz&#8220; aber unterschiedliche unregelm&#228;&#223;ige Formen, wodurch sie nat&#252;rlichen Steinen viel &#228;hnlicher sind. (N&#228;here Untersuchungen zu den blauen Einschl&#252;ssen und vor allem auch Analysen w&#228;ren w&#252;nschenswert.)</p></fn>
<fn id="n4"><p>Utrecht, Museum Catharijneconvent, Inv. Nr. ABM h2. Zuletzt abgebildet im Ausstellungskatalog <italic>Islam in Europa</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B30">2022</xref>, 73. F&#252;r Informationen aus den Museumsakten danke ich Christiaan Veldman. Als Bergkristall eingestuft wird das Material eines kleineren Steins links oben &#252;ber dem linken Kreuzarm, der ungew&#246;hnlicherweise ein blaues Bohrloch hat: wurde hier ein blauer Einschluss angebohrt oder wurde der Bohrkanal absichtlich blau gef&#228;rbt ?</p></fn>
<fn id="n5"><p>Berlin, Staatliche Museen, Kunstgewerbemuseum, Inv. Nr. 1917,79. Zuletzt Ausstellungskatalog <italic>Magie Bergkristall</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B39">2022</xref>, 409, Nr.16, mit fr&#252;herer Literatur. Es bleibt offen, wo innerhalb von Deutschland dieses Reliquienkreuz geschaffen wurde.</p></fn>
<fn id="n6"><p>Reiche, Pages-Camagna und Lambacher <xref ref-type="bibr" rid="B47">2004</xref>, Stein V 72.</p></fn>
<fn id="n7"><p>Essen, Domschatzkammer, Inv. Nr. 6. Beuckers und Knapp <xref ref-type="bibr" rid="B5">2006</xref>, 11&#8211;12, Abbildungen (ohne Seitenzahl).</p></fn>
<fn id="n8"><p>Essen, Domschatzkammer, Inv. Nr. 8. Beuckers und Knapp 2006, 12&#8211;13. Zu erkennen auf der Abbildung der Emailseite ebenda (ohne Seitenzahl). Zum Reliquiar zuletzt: <xref ref-type="bibr" rid="B53">Wegener 2022</xref>.</p></fn>
<fn id="n9"><p>Essen, Domschatzkammer, Inv. Nr. 7. Zuletzt Ausstellungskatalog <italic>Goldene Pracht</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B24">2012</xref>, 144&#8211;146, Nr. 26 a.</p></fn>
<fn id="n10"><p>Osnabr&#252;ck, Domschatz, Inv. Nr. DS 57. <xref ref-type="bibr" rid="B9">Borchers 1974, 36&#8211;41</xref>, darin Steinbestimmungen von Kurt Weichel, 184&#8211;189. Zuletzt <xref ref-type="bibr" rid="B49">Schnackenburg 2008</xref>, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n11"><p>Borghorst, St. Nikomedes. Das vor allem wegen seiner Bergkristall-Reliquienbeh&#228;lter ber&#252;hmte Kreuz wurde h&#228;ufig ausgestellt und publiziert, zuletzt im Ausstellungkatalog <italic>Magie Bergkristall</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B39">2022</xref>, 410, Nr. 33, dort fr&#252;here Literatur. Peter Bolgs Bericht zur Restaurierung des Kreuzes (1976) enth&#228;lt auch Steinbestimmungen, bei dem gepunkteten Exemplar auf dem linken Kreuzarm (und weiteren &#228;hnlichen) hei&#223;t: &#8222;Glasflu&#223; wei&#223;-blau&#8220;.</p></fn>
<fn id="n12"><p>Wyvern Collection, UK, Inv. Nr. 546. <xref ref-type="bibr" rid="B54">Williamson 2018, 41, Nr. 16</xref>.</p></fn>
<fn id="n13"><p>Osnabr&#252;ck, Domschatz, Inv. Nrn. 69, 70. <xref ref-type="bibr" rid="B9">Borchers 1974, 46&#8211;47, 189&#8211;193</xref>. <xref ref-type="bibr" rid="B34">Junghans 2002, 40&#8211;46</xref>, Nrn. 6 und 7. Zuletzt Ausstellungskatatog <italic>Goldene Pracht</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B24">2012</xref>, 425&#8211;426, Nrn. 254 a und b, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n14"><p>Osnabr&#252;ck, Domschatz, Inv. Nr. 71. <xref ref-type="bibr" rid="B9">Borchers 1974, 47&#8211;48, 193&#8211;194</xref>. <xref ref-type="bibr" rid="B34">Junghans 2002, 47&#8211;51</xref>, Nr. 8, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n15"><p>Hildesheim, Hohe Domkirche. Ausstellungskatalog <italic>Abglanz des Himmels</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B1">2001</xref>, 185&#8211;186, Nr. 4.12, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n16"><p>Heute schwer sichtbar links oben neben dem Kopf des Apostels Simon auf der Paulusseite eingesetzt.</p></fn>
<fn id="n17"><p><xref ref-type="bibr" rid="B26">Helmich 2014</xref>. Ich danke Lailah Helmich, dass sie mir ihre Bachelorarbeit sowie alte Arbeitsfotos zur Verf&#252;gung gestellt hat.</p></fn>
<fn id="n18"><p>Bei Helmich beschrieben als &#8222;Cabochon mit r&#252;ckseitig angeschmolzenen blauen Glaspunkten&#8220;. Unten leicht herausragende &#8222;K&#252;gelchen&#8220; an solchen Glassteinen wurden auch von Restaurator Uwe Schuchardt bei der Restaurierung verschiedener Objekte beobachtet, aber leider nicht dokumentiert.</p></fn>
<fn id="n19"><p>Zum R&#228;tsel der zahlreichen durchbohrten Schmucksteine s. u.</p></fn>
<fn id="n20"><p>Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum, Inv. Nr. MA 55. Zuletzt <xref ref-type="bibr" rid="B40">Marth 2014, 68&#8211;69</xref>, Nr. 23, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n21"><p>Trier, Domschatz, Inv. Nr. 69. Ausstellungskatalog <italic>Abglanz des Himmels</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B1">2001</xref>, 183&#8211;184, Nr. 4.7. Zuletzt <xref ref-type="bibr" rid="B35">Kemper 2020, 508&#8211;515</xref>, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n22"><p>Hildesheim, Dommuseum, Inv. Nr. DS L 112. <xref ref-type="bibr" rid="B10">Brandt, H&#246;hl und Lutz 2015, 102&#8211;103</xref>, Nr. 48. Zuletzt Ausstellungskatalog <italic>Barbarossa</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B2">2022</xref>, 189, Nr. 88, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n23"><p>Hildesheim, Dommuseum, Inv. Nr. L 1978-2. <xref ref-type="bibr" rid="B10">Brandt, H&#246;hl und Lutz 2015, 107</xref>, Nr. 51, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n24"><p>Cink, Wizovsk&#253;, Mary&#353;ka und Sta&#328;kov&#225; <xref ref-type="bibr" rid="B16">2010</xref>, dort in Abbildungen auf den Seiten 18/19 und 58 ist der gepunktete Stein gut zu sehen. Den Hinweis auf Steine aus &#8220;colourless glass with a few blue spots&#8220; fand ich bei bei <xref ref-type="bibr" rid="B29">Hyrsl 2001b, 160</xref>. Kate&#345;ina Rozinkov&#225; sp&#252;rte dann einen dieser Steine auf und half mit dem Literaturhinweis.</p></fn>
<fn id="n25"><p>Osnabr&#252;ck, Domschatz (ohne Inv. Nr.). <xref ref-type="bibr" rid="B9">Borchers 1974, 62&#8211;66, 196&#8211;198</xref> (irrt&#252;mlich unter &#8222;Crispianusschrein). Zuletzt Ausstellungskatalog <italic>Goldene Pracht</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B24">2012</xref>, 173&#8211;174, Nr. 46 a (abgebildet ist irrt&#252;mlich der Crispinanusschrein, Nr. 46 b), mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n26"><p>Beckum, Katholische Propsteikirche St. Stephanus und Sebastianus. <xref ref-type="bibr" rid="B23">Gesing 2007</xref>. Ausstellungskatalog <italic>Goldene Pracht</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B24">2012</xref>, 164&#8211;167, Nr. 37, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n27"><p>Bei Steinbestimmungen der Schmucksteine des Prudentiaschreins durch Werner Fischer, Ahlen, rangiert dieses Exemplar als &#8222;wei&#223;er Quarz&#8220;. <xref ref-type="bibr" rid="B23">Gesing 2007, 76</xref>.</p></fn>
<fn id="n28"><p>Hildesheim, Dommuseum, Inv. Nr. DS 1. <xref ref-type="bibr" rid="B10">Brandt, H&#246;hl und Lutz 2015, 22&#8211;23</xref>, Nr. 1, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n29"><p>Bellac (Haute Vienne, Frankreich), Kirche Notre Dame. Ausstellungskatalog <italic>Enamels of Limoges</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B18">1996</xref>, 87&#8211;89, Nr. 9. Ausstellungskatalog <italic>La France romane au temps des premiers</italic></p>
<p><italic>Cap&#233;tiens</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B38">2005</xref>, 376, Nr. 287, jeweils mit fr&#252;herer Literatur. Die Punkte des Steins sind in manchen Abbildungen zu erkennen, f&#252;r deutlichere Detailfotos bin ich Florian Meunier, Paris, dankbar.</p></fn>
<fn id="n30"><p><xref ref-type="bibr" rid="B22">Gauthier 1987, 72</xref>, Stein Nr. 4 auf Seite A.</p></fn>
<fn id="n31"><p>London, The British Museum, Inv. Nr. 1850,1127.1. Ausstellungskatalog <italic>Basler M&#252;nsterschatz</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B3">2001</xref>, 60&#8211;64, Nr. 13, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n32"><p><xref ref-type="bibr" rid="B32">Joyner, Freestone und Robinson 2006</xref>, 178.</p></fn>
<fn id="n33"><p>Basel, Historisches Museum, Inv. Nr. 2012.216. <xref ref-type="bibr" rid="B25">H&#228;berli 2010, 145</xref>. Die Autorin bezeichnet diese Steine als &#8222;Saphire?&#8220;, da das Kreuz damals noch in Privatbesitz war eventuell nur nach Abbildungen?</p></fn>
<fn id="n34"><p><xref ref-type="bibr" rid="B45">Oltrogge 2006</xref>, mit fr&#252;herer Literatur.</p></fn>
<fn id="n35"><p>In der Heraclius-Edition von Garzya Romano (<xref ref-type="bibr" rid="B21">1996</xref>), ist es Rezept XIII.</p></fn>
<fn id="n36"><p>Unter dem &#8222;hohlen Eisen&#8220; kann man sich eine Art Muffel vorstellen, wie Theophilus sie bei der Herstellung von Emails beschreibt: eine eiserne Glocke mit L&#246;chern, die Verunreinigungen durch Asche verhindern soll.</p></fn>
<fn id="n37"><p>F&#252;r die Herstellung von gl&#228;sernen Edelsteinen (<italic>veriselli</italic>) in Venedig nehmen Zecchin wie auch Moretti und Toninato selbstverst&#228;ndlich die Verwendung von Formen an. <xref ref-type="bibr" rid="B55">Zecchin 1987&#8211;1990, 2: 242&#8211;243</xref>. <xref ref-type="bibr" rid="B43">Moretti und Toninato 2001, 38</xref>.</p></fn>
<fn id="n38"><p><xref ref-type="bibr" rid="B12">Brugger-Koch 1985</xref>.</p></fn>
<fn id="n39"><p><xref ref-type="bibr" rid="B42">Milanesi 1864, 12&#8211;14</xref>, 19. Die Kapiteleinteilung bei Milanesi entspricht laut Zecchin nicht dem Originalmanuskript. <xref ref-type="bibr" rid="B55">Zecchin 1987&#8211;1990, 3: 221&#8211;226</xref>.</p></fn>
<fn id="n40"><p>So auch Biron und Cannella <xref ref-type="bibr" rid="B7">2002</xref>, 127: &#8222;Les surfaces bomb&#233;es tr&#232;s r&#233;guli&#232;res font penser &#224; un moulage.&#8220;</p></fn>
<fn id="n41"><p>Neri beschreibt im 77. Kapitel seiner &#8222;L&#8217;arte vetraria&#8220; (1612) die Herstellung solcher Glasmassen und erw&#228;hnt dort auch, dass sie wie nat&#252;rliche Edelsteine verarbeitet werden, also geschliffen und poliert.</p></fn>
<fn id="n42"><p><xref ref-type="bibr" rid="B11">Brepohl 1999, Bd. 1, 163</xref>. Es wird nicht gesagt, was f&#252;r Glasst&#252;ckchen und wie sie in die gew&#252;nschte Form gebracht werden sollen. Kommentatoren dieser Stelle sprechen von &#8222;Brocken&#8220;, &#8222;Pasten&#8220;, &#8222;pastilles&#8220;, wogegen ich vermute, dass an farbige Flachglasst&#252;ckchen gedacht war, die per Kr&#246;seleisen in die gew&#252;nschte Form gebracht wurden. Ein seltenes Beispiel f&#252;r auf Fenster aufgeschmolzene &#8222;Edelsteine&#8220; findet sich auf Resten eines Fensters mit den Vorfahren Christi aus einem Vorg&#228;ngerbau des gotischen Doms zu Regensburg (um 1230): bei einer &#8222;Edelsteinbord&#252;re&#8220; sind dort gr&#246;&#223;ere &#8222;Edelsteine&#8220; aus Farbglas mit Bleiruten eingefasst, kleinere als runde oder quadratische rote Flachglasst&#252;ckchen auf das gelbe Grundglas aufgeschmolzen. F&#252;r den Hinweis auf dieses Beispiel und weitere Informationen dazu bin ich Daniel Parello, Corpus Vitrearum Medii Aevi Freiburg, sehr dankbar. Siehe <xref ref-type="bibr" rid="B20">Fritzsche 1987, 21&#8211;22</xref>, mit fr&#252;herer Literatur. F&#252;r die Best&#228;tigung meiner Vermutung, dass es sich um St&#252;ckchen von d&#252;nnem Flachglas handelt, danke ich Peter van Treeck, M&#252;nchen, der diese Fenster konserviert hat.</p></fn>
<fn id="n43"><p><xref ref-type="bibr" rid="B11">Brepohl 1999, Bd. 1, 164&#8211;165</xref>. Gl&#228;serne Fingerringe mit &#8222;Stein&#8220; sind zwar nicht selten, jedoch haben die Ringsteine fast immer dieselbe Farbe wie der Ring selbst, sie sind auch meist nicht separat aufgeschmolzen, sondern aus dem Ende des Glasfadens geformt.</p></fn>
<fn id="n44"><p><xref ref-type="bibr" rid="B11">Brepohl 1999, Bd. 2, 278</xref>.</p></fn>
<fn id="n45"><p>New York, Metropolitan Museum of Art, The Cloisters, Inv. Nr. 2002,18. Ausstellungskatalog <italic>Treasures of Heaven</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B52">2010</xref>, 89&#8211;90, Nr. 48.</p></fn>
<fn id="n46"><p><xref ref-type="bibr" rid="B51">Steppuhn 2002, 99</xref>.</p></fn>
<fn id="n47"><p><xref ref-type="bibr" rid="B55">Zecchin 1987&#8211;1990, 3: 226</xref>. Kapitel LXXI bei Zecchin entspricht Kapitel LXXV bei <xref ref-type="bibr" rid="B42">Milanesi 1864</xref>.</p></fn>
<fn id="n48"><p>Darin findet sich auf einem Blatt die Datierung 1443, die sich aber laut Zecchin nur auf die Vorlage f&#252;r das betreffende Rezept beziehen kann, die Sammlung von allerlei Rezepten aus heterogenen Quellen verschiedenen Alters k&#246;nne nicht vor dem dritten Viertel des 15. Jahrhunderts niedergeschrieben sein, weil sich darin auch ein ausf&#252;hrliches Rezept f&#252;r <italic>cristallo</italic> findet, das erst um die Mitte des 15. Jahrhunderts erfunden wurde.</p></fn>
<fn id="n49"><p><xref ref-type="bibr" rid="B42">Milanesi 1864, 164</xref>.</p></fn>
<fn id="n50"><p>Paolo Zecchin hebt hervor, dass solche Glasst&#228;be an normalen Glas&#246;fen hergestellt wurden, als Halbfertigprodukte zur Weiterverarbeitung zu Glassteinen mittels kleiner &#214;fchen. <xref ref-type="bibr" rid="B56">Zecchin 2005, 78</xref>.</p></fn>
<fn id="n51"><p>Solch ein spitz zulaufendes Bohrloch ist z. B. gut zu erkennen bei dem Stein mit blauen Einschl&#252;ssen auf dem Fu&#223; des &#8222;Gr&#252;ndungsreliquiars&#8220; in Hildesheim.</p></fn>
<fn id="n52"><p>Ausf&#252;hrliche &#220;berlegungen dazu bei <xref ref-type="bibr" rid="B33">J&#252;lich 1986&#8211;1987, 109&#8211;110</xref>. Auch die mit Sicherheit mittelalterlichen Glassteine mit blauen Einschl&#252;ssen sind &#246;fter ganz oder teilweise durchbohrt, es kann sich dann schwerlich um eine Zweitverwendung handeln, sondern eher um eine Art Ausschuss- oder &#220;berschussware.</p></fn>
<fn id="n53"><p>Zum Aufh&#246;ren der Halsketten-Mode gegen Ende des 9. Jahrhunderts siehe u. a. <xref ref-type="bibr" rid="B27">Henderson, Sode und Sablerolles 2019, 92</xref>.</p></fn>
<fn id="n54"><p><xref ref-type="bibr" rid="B15">Cannella 2006</xref>.</p></fn>
<fn id="n55"><p>Biron und Cannella <xref ref-type="bibr" rid="B7">2002</xref>.</p></fn>
<fn id="n56"><p>Biron und Cannella <xref ref-type="bibr" rid="B8">2005</xref>. Zu geplanten weiteren Untersuchungen scheint es nicht gekommen zu sein, meines Wissens sind jedenfalls keine weiteren Ergebnisse ver&#246;ffentlicht.</p></fn>
<fn id="n57"><p>Wie schon von Peter Kurzmann (<xref ref-type="bibr" rid="B37">Kurzmann 2004, 181</xref>) bemerkt, gibt es in der Literatur &#8222;eine verwirrende Vielfalt von Bezeichnungen f&#252;r die verschiedenen Glastypen, die zudem teils auf v&#246;llig veralteten chemischen Begriffen wie Natron oder Kali beruhen&#8220;. Was ich im Folgenden, vereinfachendem Sprachgebrauch folgend, Natronglas nenne, w&#228;re chemisch korrekt als Natrium-Kalzium (-Silizium)-Glas zu bezeichnen. Bei diesem Glastyp ist das Flussmittel mineralische Soda, Natriumhydrogenkarbonat, nicht Soda aus Pflanzenasche, Natriumkarbonat.</p></fn>
<fn id="n58"><p><xref ref-type="bibr" rid="B6">Biron 2015, 209</xref>: &#8222;&#8230;orf&#232;vres-&#233;mailleur utilisaient donc les verres dont ils disposaient et ne suivaient pas certaines r&#233;cettes sp&#233;cifiques &#224; l&#8217;imitation de pierres pr&#233;cieuses,&#8230;&#8220;.</p></fn>
<fn id="n59"><p><xref ref-type="bibr" rid="B32">Joyner, Freestone und Robinson 2006</xref>.</p></fn>
<fn id="n60"><p><xref ref-type="bibr" rid="B26">Helmich 2014</xref>.</p></fn>
<fn id="n61"><p>F&#252;r die Autorin war aber historisches Glas offensichtlich unvertrautes Gebiet, wie z. B. an Benennungen wie &#8222;Gebrauchsglas&#8220; und &#8222;preiswertes Glas&#8220; deutlich wird. Ihre Schlussfolgerungen aus den Analysenergebnissen sind nicht nachzupr&#252;fen,</p></fn>
<fn id="n62"><p>Wie auch Glassteine auf dem Reliquienkreuz in New York (The Cloisters). <xref ref-type="bibr" rid="B17">Dandridge 2002</xref>.</p></fn>
<fn id="n63"><p>Biron u. a. im Ausstellungskatalog <italic>Enamels of Limoges</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B18">1996</xref>, 58&#8211;59; <xref ref-type="bibr" rid="B6">Biron 2015, 220&#8211;221</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B48">R&#246;hrs, Lambacher und Reiche 2015, 73</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B46">Pactat und Gratuze 2022, 457&#8211;458</xref>.</p></fn>
<fn id="n64"><p>Paris, Mus&#233;e du Louvre, Inv. Nr. OA 8100.</p></fn>
<fn id="n65"><p>Paris, Mus&#233;e du Louvre, Inv. Nr. MR R 98. Ausstellungskatalog <italic>Enamels of Limoges</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B18">1996</xref>, 246&#8211;249, Nr. 69.</p></fn>
<fn id="n66"><p><xref ref-type="bibr" rid="B32">Joyner, Freestone und Robinson 2006</xref>, 176&#8211;177; dieser Stein aus &#8222;red potash-lime-silica glass&#8220; erwies sich als gef&#228;rbt durch 0,2 % Kupfer und 0,5 % Manganoxid.</p></fn>
<fn id="n67"><p>London, The British Museum, Inv. Nr. 1994,1101.1. <xref ref-type="bibr" rid="B19">Freestone, Stapleton und Bowman 1995</xref>.</p></fn>
<fn id="n68"><p><xref ref-type="bibr" rid="B36">Krueger 1995, 238&#8211;240</xref>.</p></fn>
<fn id="n69"><p>Bei Heraclius wird im dritten Buch (wohl aus dem sp&#228;ten 12. Jahrhundert) im 8. Kapitel die Herstellung von Bleisilikatglas beschrieben, womit man geblasene Gef&#228;&#223;e herstellen k&#246;nne. Beispiele f&#252;r Bleiglasgef&#228;&#223;e in Baumgartner und Krueger <xref ref-type="bibr" rid="B4">1988</xref>, 161&#8211;175.</p></fn>
<fn id="n70"><p><xref ref-type="bibr" rid="B14">Calligaro, Dran und Poirot 2001, 275&#8211;286</xref>. Die Bleiglas-&#8220;Smaragde&#8220; dort sind wieder viereckig.</p></fn>
<fn id="n71"><p>Erw&#228;hnt bei <xref ref-type="bibr" rid="B50">Schr&#246;ter, Zelinsky und Geoffroy 2019, 249</xref>.</p></fn>
<fn id="n72"><p>Biron und Cannella <xref ref-type="bibr" rid="B7">2002</xref>.</p></fn>
<fn id="n73"><p>Solches &#8222;Rohmaterial&#8220; wurde z. B. im Abfall einer Goldschmiedewerkstatt des fr&#252;hen 14. Jahrhunderts in Saint-Denis gefunden. Meyer, Meyer-Rodrigues und Wyss <xref ref-type="bibr" rid="B41">1990</xref>.</p></fn>
<fn id="n74"><p><xref ref-type="bibr" rid="B29">Hyrsl 2001b</xref>.</p></fn>
<fn id="n75"><p>Blaue K&#252;gelchen waren offenbar ein Massenprodukt, da sie auf zahlreichen einfachen Schmuckst&#252;cken (Broschen, auch Spiegelkapseln) verwendet wurden, oft auf &#8222;R&#246;hrchen-Fassungen&#8220; sitzend.</p></fn>
<fn id="n76"><p>Sie finden sich z. B. auf Emailarbeiten des 12. Jahrhunderts aus Limoges bei den Gew&#228;ndern vornehmer Personen, siehe etwa Ausstellungskatalog <italic>Enamels of Limoges</italic> <xref ref-type="bibr" rid="B18">1996</xref>, Nrn. 16, 19, 20.</p></fn>
<fn id="n77"><p>Jedoch nicht besonders hervorgehoben; unter denen mit blauen Einschl&#252;ssen sitzt allein der im Reliquienkreuz der Wyvern Collection an prominenter Stelle.</p></fn>
<fn id="n78"><p>Auch auf der Reichskrone wurden elf gl&#228;serne Steine gefunden. <xref ref-type="bibr" rid="B44">Nasdala und andere 2023</xref>.</p></fn>
<fn id="n79"><p><xref ref-type="bibr" rid="B31">Johnson 1957, 223</xref>: &#8222;In fact, the transformation of base materials into objects of brightness and color had a special appeal to the medieval mind.&#8220;</p></fn>
<fn id="n80"><p><xref ref-type="bibr" rid="B13">Bucklow 2009, 147</xref>.</p></fn>
</fn-group>
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